Barcelona

Barcelona

So, da ich ja gerade frei habe und vergangenes Wochenende ein Junggesellenabschied mit Trip nach Barcelona anstand, konnte ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und habe meinen Aufenthalt in der Stadt noch etwas verlängert, um auch die kulturelle Seite kennenzulernen. Und ich muss sagen, Barcelona hat schon viele positive Dinge und ist einen Besuch wert. Leider sehen dass offensichtlich aber auch ganz viele andere Mensche so, sodass Barcelona quasi übervoll mit Touristen ist und man nahezu keine Einheimischen mehr wahrnimmt und an vielen Orten eben alles auf Touristen ausgelegt ist. Aber grundsätzlich bietet Barcelona eine tolle Mischung aus Stadt und Strand.

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Neuer Abschnitt, neues Design

Neuer Abschnitt, neues Design

Normalerweise ändern ja Leute am ehesten ihren Haarschnitt, wenn irgendwas zu Ende geht oder irgendwas Neues beginnt. Ich hätte mir mal wieder eine neue Haarfarbe verpassen können, aber irgendwie hatte ich da keine Lust drauf und wüsste gerade auch nicht so richtig, welche ich denn gerne haben würde. Und “neu” ist ja bei mir und Haarfarben auch nicht ganz einfach. Und daher habe ich mir stattdessen einfach mal die Zeit genommen und meinem Blog hier ein neues Design verpasst. Das hatte die Seite nämlich ohnehin mal wieder dringend nötig. Und außerdem denke, glaube, fürchte ich, dass ich diese Seiten hier in den kommenden zwei Jahren wieder häufiger benötige. Schließlich kann ich hier ganz unerkannt und ohne Namen schreiben, was ich möchte und was ich gerade denke. Das dürfte auf meiner offiziellen Seite eher schwierig sein und ist ja auch nicht Ziel der offiziellen Seite 😉
Und nach einigem hin und her und einigen Anpassungen habe ich mich mal für dieses Theme mit dem Namen “Nisarg” entschieden. Es ist schön schlank, funktioniert auch auf einem Smartphone, ließ mir bei der farblichen Gestaltung genügend Freiraum und die NAvigationsleiste hat mich überzeugt. Auch ist das Bild zu Beginn ein Eyecatcher, aber dann auch wieder nicht so dominant, dass man denken könnte, dass hier wäre ein Bilderblog – schließlich bin ich ja doch eher der Textmensch.
So, genug gesagt zum neuen Design. Ich berichte dann noch schnell vom ersten Highlight meines ersten Urlaubstages, den ich gleich an die Isar verlegen werde: Ein Schulprojekt des Kultusministeriums Bayern hätte mich gerne als Referenten für eine Fachtagung Anfang Oktober. Ich weiß aber immer noch nicht, wohin ich ins Ref komme. Und selbst dann könnte ich erst Mitte September angfragen, ob ich dafür freigestellt würde. Aber prinzipiell ist das ja alles ein Ministerium, dem ich dann unterstehe, also könnten sie mich ja im Zweifel als Beamten vermutlich sogar dazu verpflichten, da zu refereieren. Alles total verrückt und ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Vielleicht halte ich auch einfach einen Nachmittagsvortrag, sodass das evtl. mit der Schule nicht wirklich kollidiert. Ich werde berichten 😉

Ein unglaubliches Kapitel geht zu Ende

Ein unglaubliches Kapitel geht zu Ende

Heute ist gefühlsmäßig ein komischer Tag. Ich weiß, dass schreibe ich öfters, aber diesmal scheint der Tag so unendlioch viel Gewicht zu haben, dass ich das selbst in tiefer Nacht und mit guter Musik auf den Ohren kaum in Worte fassen kann. Heute sind irgendwie zwei Dinge gleichzeitig eingetreten – eines war mir heute morgen schon klar, das andere kam ganz spontan…
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit wusste ich bereits, dass das aller Vorraussicht nach mein letzter Arbeitstag am Lehrstuhl sein würde. Ein letzter Tag an meinem Platz, an dem ich mehr als 6 1/2 Jahre verbracht habe. Ein Ort, an dem ich mindestens genau so viel Zeit zubrachte, wie in meiner Wohnung, ein Ort, an dem ich mir teilweise die Nächte um die Ohren schlug und bis zu sehr später Stunde Fotos aufnahm oder programmierte. Ein Ort, an dem ich mich selbst vermutlich sehr viel weiterentwickelt habe, an dem ich unendlich viel neues lernte und an dem ich immer gerne war – auch wenn es manchmal stressig war oder manche Dinge heiß diskutiert werden mussten und man nicht immer einer Meinung war. Auch alle Hochs und Tiefs der Dissertation fanden hier statt, auch wenn diese mich natürlich auch nach Hause begleiteten. Und diese Tür schließt sich mit dem heutigen Tag aller Vorraussicht nach. Dementsprechend war ausräumen, aussortieren und wegwerfen angesagt. Keine ganz leichte Aufgabe, aber ich will ein relativ leeren Platz hinterlassen, an dem der nächste direkt anfangen und sich einrichten kann – ganz ohne Einschränkungen durch einen Vorgänger. In den letzen Woche habe ich schon viele Lehrstuhlaufgaben übergeben, sodass mein Weggang eigentlich relativ reibungslos verlaufen sollte. Und doch sind noch einige Projekte und Baustellen offen, an denen ich nach wie vor gerne weiterarbeite. Und auch meinen Schlüssel habe ich vorerst noch, da ich in der Sammlung noch Videos drehen darf und grundsätzlich schon den Kontakt zum Lehstuhl halten mag. Und dennoch war es komisch zu wissen, dass es der letzte Tag in “meinem” Büro sein würde. Und am Ende hinterlasse ich im Büro in der Tat auch quasi keine Spur – es sieht fast so aus, als wäre ich nie dagewesen…
Und dann kam um 11 Uhr noch eine Mail in mein Postfach getrudelt, dass meine Promotionsurkunde im Dekanant liegt und ich die abholen könnte. Und das habe ich dann natürlich auch direkt getan. Aber damit ist jetzt auch dieser Abschnitt meines Lebens hochoffiziell abgeschlossen. Irgendwie scheint das Schicksal diesen Cut tatsächlich so prägnant und deutlich machen zu wollen, wie es nur eben geht. Wenn ich nicht möchte, gäbe es mit dem heutigen Tag keinen einzigen Grund mehr die Uni zu betreten, die so lange Zeit ein wichtiger und zentraler Teil in meinem Leben war. Es fühlt sich einfach unendlich komisch an. Ich bin nicht traurig oder wehmütig und auch das Wegwerfen und Aufräumen ist mir nicht wirklich schwer gefallen, aber irgendwie fühle ich mich jetzt ziemlich leer obwohl mein Kopf und Herz voll ist mit Gefühlen – ich kann das alles nur nicht in Worte fassen. Wahrscheinlich gibt es auch einfach keine Worte dafür. Diese Leere wird vermutlich noch davon verstärkt, dass relativ offen ist, wie und wo es weitergeht. Klar, die Zeichen stehen auf Referendariat, aber der Ort an dem meine Seminarschule sein wird, ist immer noch unklar. Und auch was ich in den nächsten vier Wochen alles machen werde, hängt noch so ein bisschen in der Luft – aber sicher ist, dass ich gefühlt nicht mehr ins Büro fahren werde…
Alles komisch heute! Und irgendwie das Gefühl, dass eine unglaubliche Zeit zu Ende geht. Eine Zeit, in der ich mich unendlich weiterentwickelt habe, ich der ich unendlich viel lernen durfte und in der ich mich immer wieder neu ausprobieren durfte. Dafür kann ich nur einfach DANKE sagen.
Und zum Abschied habe ich mir noch selbst ein kleines, großes Geschenk mit dem 3D-Drucker fabriziert: Ein Baby-Groot-Blumentopf
Baby-Groot-Blumentopf
So, aber jetzt werde ich mich einfach noch ein wenig auf den Balkon setzen und die Nacht mit guter Musik genießen. Dabei sicher auch das Lied, aus dem das für heute passende Zitat stammt:

Die Mut, die Angst, die Einsamkeit,
das Glücklich- und das Traurigsein,
das Meer, das mich fast in Stücke reißt:
Ich nehm‘ das alles mit nach Hause!
Ich gebe nichts mehr davon her!
Das hier ist alles meine Beute!
Ich halt‘ sie fest, ich brauche nicht viel mehr!

(Die Toten Hosen – Alles mit nach Hause)

Zug, Schuhe und 3D-Druck

Zug, Schuhe und 3D-Druck

So, ich sitze gerade wieder im Zug quer durch Deutschland und habe mich eigentlich extra für die Bahn-Variante entschieden, um arbeiten zu können. Das geht beim Fliegen immer eher schlecht. Doch da hat mir das nicht funktionierende WLAN der Bahn einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Ohne zumindest sporadisches WLAN kann ich nicht das erledigen, was ich eigentlich erledigen wollte. Doof, aber nicht zu ändern. Die Kopfstützen mit der Werbung ihr „WIFIonICE“ wirken so dennoch etwas deplatziert. Hoffentlich klappt das wenigstens bei der Rückfahrt morgen. Heute Abend erstmal Gartenparty in der Stiftung, bei der ich hoffentlich ziemlich viele Leute treffe und wo, neben der Rede des 1. Bürgermeisters, hoffentlich auch viel Zeit zum Quatschen bleibt. Morgen ist dann eher arbeiten angesagt, aber auch das wird sicher gut und interessant im Schülerforschungszentrum Hamburg.
Und dann ist es nur noch eine Woche, bis es nach San Sebastian geht. Nein, kein Urlaub, sondern arbeiten – zumindest für mich. Aber es bleibt trotzdem sicher ein klein wenig Zeit, um mir etwas von der Stadt anzusschauen.
Mal sehen, on ich dorthin auch schon ein Paar neue Schuhe mitnehme 😉 Die drei bestellten Paare sind inzwischen alle angekommen und ich muss mich entscheinde, welche ich behalten mag und welche eher nicht.
bunte Schuhe
Tendenz: die lila-gelben gehen zurück und die anderen beiden sehen eigentlich ziemlich gut aus.
Ach ja, dann war ja auch noch Fußball WM. Ganz ehrlich, darüber schweige ich einfach. Ansonsten habe ich die Woche zum ersten Mal den 3D-Drucker ausgenutzt, der bei uns an der Uni rumsteht. Ich hatte eine tolle optische Täuschung im Netz gesehen und musste das natürlich nachdrucken
Optische Täuschung
Echt beeindruckend, wenn man ein Objekt in Real als Kreis sieht und im Spiegel als Quadrat oder ungekehrt… Außerdem kann ich jetzt sagen, dass ich mich zumindest halbwegs am 3D-Drucker auskenne 😉

Ich liebe dieses Leben

Ich liebe dieses Leben

Ja, zwischendurch habe ich des öfteren überlegt, ob es wirklich gut und sinnvoll war zu promovieren. Vor allem mit Blick auf die lange Zeit, die es ja tatsächlich am Ende gedauert hat. Da hätte ich jetzt schon ein gestandener Lehrer sein können, der das Referendariat schon weit hinter sich gelassen hat. Aber jetzt habe ich das noch vor mir und mit dem Besuch des Amtsarztes, der ganze 5 Minuten dauerte ist auch die letzte größere Hürde auf dem Weg dorthin genommen. Also ist es irgendwie Zeit nochmal ganz tief in mich hineinzuhören, um zu fragen, ob die Promotion für mich tatsächlich sinnvoll war. Klar das Projekt ist cool und ich mag es, aber waren das 6 Jahre wert? Und je länger ich darüber nachdenke, um so klarer wird die Antwort: JA!
Warum? Weil es mich genau hier an diesen Ort und in dieses Leben geführt hat. Und ich fühle mich darin aktuell unendlich glücklich. Ich habe in der Zeit an der Uni viel gelernt und vor allem auch viele Leute, Ideen und Projekte kennengelernt, denen ich an der Schule nie begegnet wäre. Und das alles hat mir unglaubliche Möglichkeiten eröffnet, die ich mir nie zu träumen gewagt hätte. Ich werde zu Lehrerfortbildungen eingeladen, habe sogar schon ein Kolloquiumsvortrag gehalten und arbeite für LEIFIphysik. Und dabei konnte ich immer super flexibel arbeiten, nie hat sich jemand über mein Nachtleben beschwert und wenn ich erst um 11 im Büro aufschlage, dann ist das kein Problem – es ist noch nicht mal irgendwer überrascht. Dazu komme ich auch noch ganz schön rum in Deutschland. Das ist vermutlich auch das, was mir als erstes fehlen wird in der Schule – keine Reisen mehr auf Tagungen, Meetings oder Arbeitstreffen. Aber egal, die Diss hat mit Türen geöffnet, die mir sich sonst niemals geöffnet hätten und die werden sich auch im Ref nicht alle schließen.
Die bisherigen Zeilen in Kurzform:

Ich liebe diese Leben! Ich liebe diesen Tag, ich liebe diese Welt!
(Juli – Dieses Leben)

Passend dazu schaue ich gerade auf dem Balkon einem wunderbaren Mond zu, der einen unglaublichen Nachthimmel produziert:
Nachthimmel vom Balkon