Gewisser Grad an Verrückheit und Idealismus

gepostet am Jul.20, 2017 um 02:58 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Ja, einen gewissen Grad an Verrücktheit und Idealismus muss man wohl mitbringen, wenn man im Wissenschaftsbereich tätig ist. Wieso? Naja, weil man sich vermutlich nur dort von Stelle zu Stelle, von Befristung zu Befristung und von Projekt zu Projekt hangeln muss, um irgendwie einen Job zu haben. Nichts mit sicher beim Staat oder in einer großen Firma angestellt, nichts mit langfristiger Planung, weder Job noch ortsmäßig und quasi immer mit einem Bein arbeitslos. Egal wie gut man ist, egal wie gut man Lehre macht, spätestens nach 6 Jahren ohne Promotion oder 12 Jahren mit Promotion ist Schluss aud einer Landesstelle. Klingt jetzt alles nicht sehr verlockend, oder? Vor allem wenn man im Prinzip eine ganz sichere Alternative als Lehrer hat. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich noch genug Verrücktheit in mir habe, dass noch ein wenig auszuhalten. Schließlich läuft die sichere Alternative ja auch nicht weg und ich kann ganz gut auch ein paar Monate ohne Job überleben. So ein längerer Urlaub klingt irgendwie auch verlockend 😉
Und so lasse ich jetzt einfach mal alles auf mich zukommen, mache mich ganz davon abhängig, ob ein bestimmtes Projekt zu Stande kommt oder nicht und sehe dann ganz spontan ob es an der Uni weiter geht oder eben nicht. Die Zeichen stehen zwar ganz gut, aber wirklich sicher ist nichts und wird es vermutlich auch erst relativ kurzfristig vor dem Auslaufen meines jetzigen Vertrages. Aber hey, das Projekt wäre einfach zu cool, zu interessant, zu spannend und zu relrevant um es einfach so nicht zu machen, nur weil damit aktuell Unsicherheit verbunden ist – so viel Idealismus muss schon sein.
Aber jetzt geh ich erstmal schlafen. Zwar ist es auf dem Balkon immer noch angenehm warm, aber leider ruft morgen wieder das Büro und es ist ja fast schon 3 Uhr 😉

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Facebook…

gepostet am Jul.09, 2017 um 17:35 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Ja, der Titel sagt schon wieder mal alles. Ich habe neulich beschlossen, dass ich mich mal wieder bei Facebook anmelden sollte. Nicht unbedingt weil ich es vermisst hätte oder sonst von vielen Leuten zu wenig mitbekommen hätte, sondern eher aus Netzwerkgründen – beruflichen Netzwerken. Klingt erstmal komisch, den eigentlich sind ja eher XING oder Linkedin als Karrierenetzwerke bekannt, aber irgendwie ist es bei vielen Projekten und Gruppen so, dass sie relativ aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und das passiert nun mal eher auf Facebook. Und um hier eine Dinge ohne unendlich viel Aufwand mitzubekommen, dachte ich mir mal, meldest dich eben wieder an. Es wäre ja sowieso nicht so, dass ich gerade wenige Daten von mir im Netz preisgebe – da bin ich relativ offen 😉
Damit Facebook aber nicht immer Zugriff auf meine ganze Browserhistorie, den Stadtort usw hat, dachte ich mir mal ganz clever: Nutzt du einfach eben immer den Tor-Browser als Anonymisierungsdienst. Klappte auch eigentlich ganz gut, wenn man davon absieht, dass die Verbindung nicht immer unendlich schnell ist. Aber ich wollte Facebook ja sowieso nicht ständig nutzen, sondern mich nur manchmal auf den neuesten Stand bringen und einen Überblick verschaffen. Das Ganze ging irgendwie eine ganze Woche lang gut – ich schüttelte zwischendrin zwar schon wieder den Kopf über den Begriff Freunde aber ansonsten alles gut.
Dann kam plötzlich direkt nach dem Anmelden ein Bildschirm auf dem man sagte, man hätte “verdächtige Aktivitäten” auf meinem Konto festgestellt und ich müsse ein Bild mit meinem Gesicht hochladen (mein Profilbild ist echt und zeigt mein Gesicht und mein Name ist auch echt und vollständig). Ein Mail oder eine Nachricht per SMS (meine Nummer hat Facebook) zu der ganzen Aktion bekam ich aber nicht. Ja, und da es zum hochladen des Foto keine Alternative gab, habe ich mal mein Profilbild nochmal hochgeladen. Anschließend kam die Meldung, dass sie das Bild prüfen und sich dann mit mir in Verbindung setzen. Das ist jetzt schon etwas her, es steht immer noch da, wenn ich mich versuche anzumelden und eine Mail habe ich immer noch nicht bekommen. Völlig bescheuert! Vor allem ist es bei mir ja in der Tat nicht wirklich schwierig meine Identität und meine Angaben nachzuprüfen – da steht einiges online für alle einsehbar, auch ohne Facebook.
Naja, das Ganze sorgt übrigens dafür, dass ich facebook garantiert nie intensiv nutzen werde. Mit einem Netzwerk, auf das man plötzlich einfach nicht mehr zugreifen kann ohne Möglichkeit was daran zu verändern, kann ich ganz gut verzichten 😉

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Geschützt: Eine nachdenkliche Liste

gepostet am Jun.21, 2017 um 00:30 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

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Eine Bahnfahrt durch die Nacht

gepostet am May.29, 2017 um 00:44 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

So, seit längerem waren wir dieses Wochenende mal wieder relativ spontan zu Hause – zwar nicht als langes Wochenende, aber immerhin von Freitagabend bis Sonntagabend. Es war ein super angenehmes Wochenende, das maßgeblich von in der Sonne liegen und die Füße ins Plantschbecken stecken geprägt war. Aber da ich montags um 9:00 Uhr Veranstaltung habe, muss ich immer Sonntagabend zurück gen München. Der letzte Zug war der günstigste und da es mir eigentlich egal ist, ob ich nun um 23 Uhr oder 24 Uhr zu Hause bin, nehme ich den nicht ungerne. Dummerweise ist gerade zwischen Würzburg und Nürnberg eine größere Bahn-Baustelle, sodass viele Züge umgeleitet werden und länger brauchen. So auch der heutige Zug, der dann erst um 1:24 Uhr in München einlaufen sollte. Aber jetzt ist schon 1:28 Uhr und wir stehen gerade noch in Nürnberg. Grund hierfür ist, dass wir eigentlich von Würzburg aus über Bamberg nach Nürnberg fahren wollte. Also ging es von Würzburg erstmal zurück nach Schweinfurt und dort strandeten wir dann. Steckensperrung aufgrund von Personenunfall. Also nach einiger Zeit Stillstand wieder zurück nach Würzburg. Dort nochmal kurz Pause und dann weiter über Ansbach nach Nürnberg. Sowas dauert natürlich. Aber ich will mich auch gar nicht beschweren, sondern ich bin relativ entspannt, auch wenn die Nacht verdammt kurz und der morgige Tag anstrenged wird. Maßgeblich für die dennoch relativ entspannte Reise ist bzw. war der gut gelaunte, entspannte und sehr gut informierende Zugführer, der wohl leider gerade in Nürnberg ausgestiegen ist. Er hat immer alle super gut und freundlich informiert, für die Raucher die Türöffnung ermöglicht und das ganze mit etwas Humor entspannt rübergebracht. Kann ja niemend wirklich was dafür. Genau so sollte Krisenmanagment bei der Bahn laufen. Ansonsten ärgere ich mich nur etwas über mich selbst. Ich hab den Zug mal wieder nur bis zum Hauptbahnhof gebucht, weil durch das City-Ticket komme ich dann ja nach Hause. Hätte ich ihn aber bis zum Harras gebucht, was möglich ist, weil das eine S-Bahn Station ist, dann hätte ich das Taxi gezahlt bekommen, was ich nachher sicher brauche um nach Hause zu kommen. So wird dafür meine Verspätungserstattung draufgehen. Aber was solls, ich habe eine Bahnfahrt durch die Nacht 😉

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Lass los und komm in meine Arme

gepostet am May.13, 2017 um 18:45 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Die Toten Hosen haben letzte Woche wieder ein neues Album rausgebracht. Und ich sitze gerade nach einem anstrengenden Wochenende im Zug von Hamburg nach München, sodass ich mehr als genug Zeit habe. es zu genießen. Ich finde es echt gut und hörbar, sehr abwechslungsreich und auch textlich nicht schlecht. Ganz besonders mag ich “Die Schöne und das Biest”. Aber gedanklich beschäftigt mich am meisten eigentlich das Lied “Lass los”. Ich kann eigentlich gar nicht sagen wieso genau, aber es führt mir irgendwie eine gefühlte Besonderheit in meinem Leben vor Augen. Welche Besonderheit? Naja, irgendwie gibt es in meinem Leben bisher keine Beziehung, die in einem Scherbenhaufen geendet hat, der Bestand hat. Also es gab natürlich Beziehungen, die sich irgendwann mal in ein ziemlichen Scherbenhaufen verwandelt haben. Und das auch nicht nur im bildlichen Sinne, sondern ganz real. Aber mit einigem Abstand wurden alle Scherben zusammengefegt, aufgekehrt und entsorgt. Ich habe keine Ahnung, wieso das so ist, wieso sich das immer so entwickelt hat, aber irgendwie ist das etwas, das mich ziemlich zufrieden macht. Es gibt quasi keinen Menschen auf der Welt mit dem ich mal wirklich eng befreundet war und bei dem ich mir heute nicht mehr vorstellen könnte ihn zu umarmen und mit ihm einen Kaffee zu trinken. Ich kann auch nicht genau sagen, warum dass für mich so wichtig und positiv ist. Aber vielleicht ist es das, weil man es, wie die Hosen singen, “als ein Beweis, dass wir vergeben können” sehen kann. Ich finde das einen sehr positiven und guten Gedanken. Und mit diesen Gedanken erreiche ich jetzt Hannover und werde mich erstmal ganz entspannt zurücklehnen und einfach ein bisschen mehr Musik lauschen – Zugfahren nach Arbeitstreffen kann eine gute Entspannung sein 😉

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