Nochmal Ferien bevor es ernst wird

Nochmal Ferien bevor es ernst wird

Ja, inzwischen bin ich natürlich schon irgendwie angekommen im Referendariat. Ich habe meine sechs verpflichtenden Lehrversuche in allen Jahrgangsstufen gehalten, je drei in Mathe und drei in Physik und jeweils eine in Unter-, Mittel- und Oberstufe. Es war irgendwie abwechslungsreich und spannend. Natürlich auch manchmal besser und manchmal weniger gut, aber insgesamt denke ich doch, dass das alles gepasst hat. Es waren keine Hichglanzstunden, aber sowas ist auch schwer abzuliefern, wenn man die Klasse nicht wirklich kennt, noch nicht wirklich mit ihnen gearbeitet hat und auch die Schüler einen selbst nicht kennen. Ansonsten gab es natürlich viele Hörstunden, manche mehr, manche weniger spannend und dazu viele allgemeine und Fachsitzungen. Alles in allem nur bedingt spannend und auch die Arbeitsbelastung hielt sich bisher relativ in Grenzen, wenn man mal vom Protokollschreiben absieht. Aber das wird sich nach den Ferien um Allerheiligen, die nächste Woche vor der Tür stehen vermutlich ändern. Dann habe ich nämlich eine Klasse in Mathe und eine in Physik, die ich fortlaufend unterrichten werde. In Mathe wird das eine 11. Klasse sein und in Physik eine 8. Interessante Mischung. Ich bin vor allem auf die 11 in Mathe gespannt, weil ich die bisher noch nicht kenne.
Aber erstmal genug von Schule, es stehen ja schließlich meine ersten Ferien vor der Tür un die müssen natürlich gefeiert werden! Und passender Weise steht direkt zum Auftakt ein Treffen mit ehemaligen Kommilitonen aus dem Studium in Gießen an. Treffpunkt ist natürlich auch Gießen, auch wenn wir quasi inzwischen relativ weit verteilt sind in Deutschland. Ich freu mich schon riesig drauf und ich bin mir sicher, dass die Stunden viel zu wenig sein werden für das, was es alles zu quatschen gibt. Bei der Hotelbuchung musste ich jedoch feststellen, dass Gießen zwar Studentenhochburg aber sicher keine Touristenstadt ist 🙂 Aber vermutlich wird eh nicht viel Zeit zum Schlafen sein.
Und von Gießen geht es überraschenderweise nicht direkt weiter in den Vogelsberg, sondern es geht zurück nach Frankfurt, um genau zu sein an den Flughafen Frankfurt. Denn die ersten Ferien im Lehrerleben müssen je genutzt werden und daher geht es ab für vier Tage in die irische Hauptstadt Dublin. Ich habe noch keine Ahnung, was ich genau machen werde, ich habe auch noch keinen wirklich Plan, was die irische Hauptstadt und die nähere Umgebung so zu bieten hat, aber ich bin mir sicher, mir wird nicht langweilig werden. Und im Zweifelsfalle gibt es da sicher den ein oder anderen Pub, den man gesehen haben muss und wo man interessante Getränke auf der Karte findet. Hin geht es übrigens mit Ryanair – hoffentlich streiken die nicht wieder – und zurück mit der Lufthansa – da dann aber auch direkt wieder nach München.
Und den letzten Ferientag habe ich auch schon wieder verplant. Da bin ich mal wieder an der Uni und kümmere mich ein wenig um mein Projekt, was ich das letzte Jahr über begleitet habe. Da steht noch eine Studie aus und die soll an diesem Tag so weit wie möglich vorbereitet werden. Okay, ich gebe zu, es ist nicht das erste mal in den vergangenen Wochen, dass ich an die Uni “zurückkehre”. Ich mag es einfach dort zu Experimentieren, weil ich da völlig unbeobachtet und mit vollem Vertrauen machen kann, was ich will, ohne das irgendwer komisch schaut. Ist vermutlich an der Schule auch nicht unbedingt so, fühlt sich aber doch noch anders an.
Und jetzt muss ich dann mal schlafen gehen, denn ich habe ja morgen wie aktuell eigentlich immer um 8.00 Uhr Unterricht, woran ich mich ganz ehrlich noch nicht voll gewöhnt habe 😉

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