Gefühle

Verliebt in den Status quo?

gepostet am Oct.11, 2017 um 02:34 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Kann man eigentlich in den Status quo seiner Lebenswelt verliebt sein? Und wenn ja, ist das eigentlich eher gut oder eher schlecht? Irgendwie klingt ja allein die erste Frage schon komisch und schräg, aber die zweite Frage dazu macht das ganze irgendwie noch komischer, noch weniger greifbar und auf jeden Fall noch viel komplizierter. Eigentlich ist ja verliebt sein eine ziemlich gute Sache. Aber wie ist man denn in seine Lebenswelt verliebt? Und wieso sollte das nicht gut sein? Naja, also irgendwie mag ich mein Leben im Moment (und in den letzten Jahren) ziemlich gerne. Mir geht es gut, ich fühle mich frei, relativ flexibel und relativ sicher was einen Job angeht (so sicher, wie sowas im universitären Kosmos eben möglich ist). Aber selbst wenn ich den spontan nicht mehr hätte, müsste ich mir sicher keine Gedanken um ein Auskommen machen. Aber im Moment gehe ich auch einfach gerne ins Büro, weil ich dort an spannenden Projekten arbeite, weil ich flexibel und selbst entscheiden kann, was ich nun genau tue und auch neue Dinge ausprobieren darf. Und wenn ich nicht im Büro bin, bin ich durchaus auch mal unterwegs, was ich ebenfalls genieße und auskoste. Ich mag meine Wohnung, ich mag es gerade kein Auto zu haben, mich um wenig kümmern zu müssen und wenig Verpflichtungen zu haben. Ich mag einfach so ziemlich alles und es gibt wenig, was mich wirklich stört. Und das wenige ignoriere ich einfach, weil es nicht wirklich meine Baustelle ist. Kurz: Ich bin irgendwie etwas verliebt in den Status quo meines Lebens.
Doch wo ist dann das Problem? Naja, platt gesagt könnte man vielleicht das Sprichwort “Stillstand ist Rückschritt” bemühen, wobei das inhaltlich gefühlt nur so halb zutrifft. Irgendwie ist es eher das Problem, dass ich weiß, dass jeder Zustand endlich sein sollte und auch endlich ist. Und wenn man verliebt in den Status quo ist, wieso soll man dann zum Status quo+1 (also dem nächsten Zustand, der nächsten Lebenssituation, dem nächsten Job oder was auch immer) wechseln wollen? Kann es eigentlich noch besser werden? Die Hoffnung hierauf ist ja oft der Antrieb für Veränderung. Alternativ der Wunsch was neues zu machen, zu sehen oder zu tun – doch das mache ich sowieso in gewisser Weise jeden Tag. Und so weiß ich gerade gar nicht, ob es wirklich gut ist, in den Status quo verliebt zu sein… Wobei ich könnte ja jetzt auch einfach mal ganz entspannt positiv denken und fragen, warum denn bitte der Status quo+1 schlechter sein soll als der Status quo und weniger liebenswürdig. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der genau so gut ist. Und schließlich gibt es ja keinen Ausweg – früher oder später muss man zum Status quo+1 wechseln – vielleicht besser früher als später…
Aber naja, jetzt wechsel ich erstmal vom Schreibtisch ins Bett und lenke mich dort noch ein wenig mit Hörbuch hören von meinen komischen Gedanken ab 😉

Comments Off on Verliebt in den Status quo?

Alternatives Wiesn-Programm

gepostet am Sep.28, 2017 um 18:35 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Ich habe definitiv die beste Art und Weise gefunden auf der Wiesn 3 Euro auszugeben – die am Ende auch noch für einen guten Zweck bestimmt sind: Die Besichtigung der St. Pauls Kirche bzw. der Aufstieg auf den Kirchtum. Warum sich das lohnt und was das mit der Wiesn zu tun hat, zeigen die folgenden Bilder:

Comments Off on Alternatives Wiesn-Programm

Komisches Wiesn-Gefühl

gepostet am Sep.26, 2017 um 14:37 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Ja, wer es zwischen all den Wahl-, Politik-, AFD- und Flüchtlingsberichten in den Medien noch nicht mitbekommen hat – es ist wieder Wiesn-Zeit. Es ist ja irgendwie bekannt, das ich kein riesiger Wiesn-Fan bin und wenn dann eher mal gemütlich über den Rummel laufe, als jeden Tag im Festzelt zu verbringen. Aber so ist es nun mal und da ich nicht zu nahe an der Theresienwiese wohne, stört mich das alles zu Hause auch nicht. Die kleinen Umwege auf dem Arbeitsweg, das besondere Aufpassen auf den Fahrradwegen vor angetrunkenen Leuten und Touristen und der relativ nervige Geruch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nehme ich inzwischen einfach so hin. Alles wie immer könnte man meinen. Und doch habe ich dieses Jahr ein sehr komisches Wiesn-Gefühl. Aber das bezieht sich keinesfalls auf die Sicherheitslage, sondern hat einen ganz persönlichen Grund. Wenn ich dieses Jahr auf die Wiesn gehen würde, dann würde jemand dabei fehlen. Derjenige war mit dafür verantwortlich, dass wir irgendwann vor einigen Jahren mal angefangen haben aus dem Vogelsberg für drei Tage gen Süden zu fahren und die Wiesn zu besuchen. Derjenige stellte auch später, als ich bereits in München war, hier die zweite Homebase und war – trotz ständigem Workaholictum – quasi für das Vorabend-Wiesn-Programm zuständig. Das war meistens mindestens genau so hart und lustig, wie der Tag auf der Wiesn, der meist mit leichten Kopfschmerzen starten musste. Am morgendlichen Treffpunkt war er quasi immer zu spät, kam dafür aber mit Kaffee und Kippe und sorgte im Festzelt immer direkt für gute Kontakte zu der Bedienung. Auch die Leute um uns herum kamen früher oder später meist aus der näheren Umgebung der nun fehlenden Person…
Und irgendwie kam das jetzt alles relativ überraschend und erwischte einen sportlichen, fitten und belastungsfähigen Menschen, der jetzt einfach so nicht mehr da ist…

Du musst schnell leben; der Tod kommt früh.

(James Dean)

Entsprechend komisch ist mein Wiesn-Gefühl dieses Jahr…

1 Comment

Kettcar is back

gepostet am Aug.15, 2017 um 10:22 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Manchmal ist es zu erleben, dass liebgewonnene Bands nicht immer nur einfach verschwinden müssen, sondern das manche einfach immer mal wieder eine Pause machen, um dann wieder gemeinsam zu arbeiten. Und so ist es mit Kettcar, die gerade ihre erste Single aus dem neuen Album veröffentlich haben. Die Single greift wie so viele Kettcat-Lieder wichtige Dinge aus dem Leben und dem menschlichen Miteinander auf und verbindet Geschichte mit Aktuellem.
Meine Empfehlung: Unbedingt anhören, auch wenn die Textlastigkeit vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig ist…

Comments Off on Kettcar is back

But in the end it doesn’t even matter…

gepostet am Jul.21, 2017 um 01:14 Uhr in der Kategorie: Gefühle

I tried so hard and got so far
but in the end it doesn’t even matter!

Comments Off on But in the end it doesn’t even matter…

Du suchst etwas?

Einfach hier eingeben und finden!

Nicht das gefunden, was Du wolltest? Dann kann ich Dir leider auch nicht helfen ;-)

externe Links

Ein paar schöne und/oder interessante Sachen in der bunten Welt des World Wide Web:

Archiv

Alle Einträge in chronologischer Reihenfolge