Tagebuch

Ich und Hermes

gepostet am Nov.15, 2017 um 02:50 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Hätte ich doch mal meinen Mund gehalten bzw. meine Finger still gehalten und nicht laut angekündigt, dass ich das nächste Mal einfach wieder ein Paket mit Hermes liefern lasse, um meinen den Problemen mit der Deutschen Post aus dem Weg zu gehen. Die Probleme mit den langen Schlangen am Postschalter sind übrigens hier auch gerade in den lokalen Medien – aber die Post interessiert es trotzdem nicht wirklich und sie sieht kein Service-Problem, wenn die Leute aus der Filiale heraus um den halben Block Schlange stehen.

Aber zurück zu Hermes: Mein Fahrradschloss ist lustigerweise neulich beim Abschließen auseinandergefallen. Ja, ihr lest richtig, es ist ganz einfach auseinandergefallen, weil das Stahlseil in der Mitte einfach im Laufe der Zeit durchgerostet ist. Soviel zur Sicherheit meines alten Schlosses, aber es hat ja offensichtlich rein durch sein abschreckendes äußeres als Diebstahlschutz gewirkt (oder vielleicht ist mein Rad auf einfach zu hässlich/schrottig, dass es sich nicht lohnt es zu klauen). Aber da ich es dennoch nur ungerne unabgeschlossen vor der Uni rumstehen lassen will, musste ein neues Schloss her. Und da das in der Tat mal nicht bei Amazon am günstigsten war, habe ich es woanders bestellt und die lieferten mit Hermes. An sich auch alles super, relativ schnell ist mein Paket auf dem Weg und soll glücklicherweise auch an einem Samstag kommen – ich hatte nichts vor und war zu Hause. Irgendwann mittags schaute ich dann mal in die Sendungsverfolgung und da Stand zugestellt. Ich dachte nur “Interesssant – warum habe ich dann mein Schloss noch nicht?” Leider kann man auf der Seite nicht sehen, wo das Paket zugestellt wurde. Da es nicht vor der Wohnungstür stand war die Haustür die nächste mögliche Adresse – auch hier kein Paket, aber zumindest ein Zettel, dass das Paket bei einem Nachbar in einem Haus schräg gegenüber ist. Komisch nur, dass es den ganzen Tag nicht geklingelt hat – und das Testklingeln nach der Pakethol-Aktion lief problemlos.

Klar, alles kein Weltuntergang und bei weitem nicht so nervig wie 1 Stunde oder länger am Postschalter anstehen, aber noch nicht perfekt. Da warte ich doch drauf, dass irgendwann der Amazon-Bote die Haustür aufmachen kann und beim Abstellen des Paketes von einer Kamera beobachtet wird. Das wäre aus meiner Sicht echt eine erstrebenswerte Errungenschaft.

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Die Deutsche Post und ich – Folge 423

gepostet am Oct.14, 2017 um 15:10 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Ja, das zwischen der Deutschen Post und mir entwickelt sich wirklich zur never ending Story. Eigentlich versuche ich ja das alles mit viel Gelassenheit zu nehmen und zu ignorieren, aber was in der letzten Zeit mal wieder so passiert, kann nicht einfach unter dem Teppich verschwinden. Das muss hier dokumentiert werden, um in ein paar Jahren einfach nur darüber zu lachen und den Kopf zu schütteln.
Ich muss mal wieder ein Paket in der Postfiliale abholen, das mal wieder hier anstatt vor der Wohnungstür (extra Abstellerlaubnis erteilt) gelandet ist. Also dachte ich mir gestern Abend nach der Arbeit, fährst du noch schnell da vorbei, dann kannst du am Samstag mit dem Paketinhalt experimentieren (da ist Physikzeug drin). Als ich am Harras ankam, musste ich jedoch feststellen, dass die Leute deutlich aus der Tür heraus standen. Verrückt, dachte ich – da stelle ich mich nicht an. Ich verschwende keine halbe Stunde meines Lebens mit warten und anstehen für ein Paket, dessen Inhalt nur 5 Euro wert ist. Da geht die Kosten-Nutzen Rechnung nicht auf. Ich dachte in meinem positiv denkenden Leichtsinn, gehst du einfach morgen hin, da ist die Schlange bestimmt kürzer, weil mehr Personal da ist. Hätte man ja denken können, in jedem Supermarkt ist es ja auch so. Heute bot sich folgendes Bild:
Schlange-Postfiliale-Harras-2017-10-14
Da stellte sich spontan die Frage:

Ja ist denn heut’ schon Weihnachten?

Wieso kriegt es jeder Supermarkt hin die Schlangen kurz bzw. im Rahmen zu halten, während es die Deutsche Post einfach überhaupt nicht hinbekommt? Hat es vielleicht damit zu tun, dass bei der Post immer noch einige Beamte arbeiten? Oder vielleicht damit, dass es bei Postdienstleistungen einfach keine richtige Konkurenz gibt und Privatkonden so problemlos abgezockt werden können? Da lobe ich mir ja fast die alternativen Paketzustelldienste wie Hermes oder DPD. Da kann zwar kein Fahrer mehr Deutsch, aber wenn ein Paket nicht bei mir landet, kann ich es wenigstens bei ausgedehnten Öffnungszeiten ohne langes Warten abholen.
Und wenn ich schon dabei bin, muss ich auch gleich noch das Paket-Tracking von meinem letzten DHL-Paket hier posten. Das kam doch schlappe 8 (!!!) Tage an nachdem es laut der ersten Paketankündigung bei mir eintreffen sollte. Alles natürlich ohne wirklich Information oder Erklärung.

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Verliebt in den Status quo?

gepostet am Oct.11, 2017 um 02:34 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Kann man eigentlich in den Status quo seiner Lebenswelt verliebt sein? Und wenn ja, ist das eigentlich eher gut oder eher schlecht? Irgendwie klingt ja allein die erste Frage schon komisch und schräg, aber die zweite Frage dazu macht das ganze irgendwie noch komischer, noch weniger greifbar und auf jeden Fall noch viel komplizierter. Eigentlich ist ja verliebt sein eine ziemlich gute Sache. Aber wie ist man denn in seine Lebenswelt verliebt? Und wieso sollte das nicht gut sein? Naja, also irgendwie mag ich mein Leben im Moment (und in den letzten Jahren) ziemlich gerne. Mir geht es gut, ich fühle mich frei, relativ flexibel und relativ sicher was einen Job angeht (so sicher, wie sowas im universitären Kosmos eben möglich ist). Aber selbst wenn ich den spontan nicht mehr hätte, müsste ich mir sicher keine Gedanken um ein Auskommen machen. Aber im Moment gehe ich auch einfach gerne ins Büro, weil ich dort an spannenden Projekten arbeite, weil ich flexibel und selbst entscheiden kann, was ich nun genau tue und auch neue Dinge ausprobieren darf. Und wenn ich nicht im Büro bin, bin ich durchaus auch mal unterwegs, was ich ebenfalls genieße und auskoste. Ich mag meine Wohnung, ich mag es gerade kein Auto zu haben, mich um wenig kümmern zu müssen und wenig Verpflichtungen zu haben. Ich mag einfach so ziemlich alles und es gibt wenig, was mich wirklich stört. Und das wenige ignoriere ich einfach, weil es nicht wirklich meine Baustelle ist. Kurz: Ich bin irgendwie etwas verliebt in den Status quo meines Lebens.
Doch wo ist dann das Problem? Naja, platt gesagt könnte man vielleicht das Sprichwort “Stillstand ist Rückschritt” bemühen, wobei das inhaltlich gefühlt nur so halb zutrifft. Irgendwie ist es eher das Problem, dass ich weiß, dass jeder Zustand endlich sein sollte und auch endlich ist. Und wenn man verliebt in den Status quo ist, wieso soll man dann zum Status quo+1 (also dem nächsten Zustand, der nächsten Lebenssituation, dem nächsten Job oder was auch immer) wechseln wollen? Kann es eigentlich noch besser werden? Die Hoffnung hierauf ist ja oft der Antrieb für Veränderung. Alternativ der Wunsch was neues zu machen, zu sehen oder zu tun – doch das mache ich sowieso in gewisser Weise jeden Tag. Und so weiß ich gerade gar nicht, ob es wirklich gut ist, in den Status quo verliebt zu sein… Wobei ich könnte ja jetzt auch einfach mal ganz entspannt positiv denken und fragen, warum denn bitte der Status quo+1 schlechter sein soll als der Status quo und weniger liebenswürdig. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der genau so gut ist. Und schließlich gibt es ja keinen Ausweg – früher oder später muss man zum Status quo+1 wechseln – vielleicht besser früher als später…
Aber naja, jetzt wechsel ich erstmal vom Schreibtisch ins Bett und lenke mich dort noch ein wenig mit Hörbuch hören von meinen komischen Gedanken ab 😉

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Ein kurzer Heidelberg-Trip

gepostet am Oct.10, 2017 um 02:27 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Ja, ich war schon wieder ein Wochenende unterwegs, obwohl ich dafür gerade nicht so wirklich Zeit habe. Aber was will man machen, manche Termine und Verpflichtungen kann man nicht ewig aufschieben. Und daher war ich letztens ein Wochenende in Heidelberg unterwegs um mir die Stadt anzuschauen. Ja, kann man schon mal machen – mit Kaiserstuhl, Schloss und Neckar hat die Stadt schon etwas zu bieten. Dazu war noch Heidelberger Herbst, sodass in der ganzen Stadt ziemlich viel los war. Und trotzdem war man Abends zu späterer Stunde ziemlich ungestört auf dem Schlossberg, sodass wie immer ein paar nette Nachtfotos entstanden sind, die ich gerne mit euch teile. Und damit es nicht zu lanfweilig wird, habe ich auch drei Bilder in Abendstimmung dazu gepackt 😉

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Alternatives Wiesn-Programm

gepostet am Sep.28, 2017 um 18:35 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Ich habe definitiv die beste Art und Weise gefunden auf der Wiesn 3 Euro auszugeben – die am Ende auch noch für einen guten Zweck bestimmt sind: Die Besichtigung der St. Pauls Kirche bzw. der Aufstieg auf den Kirchtum. Warum sich das lohnt und was das mit der Wiesn zu tun hat, zeigen die folgenden Bilder:

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