Universität

Studiengebühren in Bayern

gepostet am Nov.14, 2012 um 04:10 Uhr in der Kategorie: In welcher Welt leben wir eigentlich?, Universität

Ja, jetzt könnten sie auch in Bayern bald Geschichte sein, die Studiengebühren. Das oberste Verwaltungsgericht hat das Bürgerbegehren, welches von den Freien Wählern initiiert wurde, für zulässig erklärt. Somit werden Anfang 2013 wieder Unterschriften gegen Studiengebühren gesammelt und wenn innerhalb von 14 Tagen genug zusammenkommen, dann muss es zu einer Volksabstimmung kommen. Ich bin seht gespannt, wie sehr das Thema dann hier wieder auf der Tagesordnung steht, wie intensiv die Diskussionen werden und wie groß die Proteste. Ich fürchte, es wird hier allerdings nicht so sein, wie es während des Bildungsstreiks in Gießen war. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie ist hier die Stimmung in der Tat anders. Vielleicht weil die Studentenquote hier insgesamt bei weitem nicht so hoch ist, vielleicht weil das Leben hier ohnehin so teuer ist, dass es auf die 500 Euro im Semester auch nicht mehr ankommt, vielleicht weil hier Geld oft nicht das Problem ist oder vielleicht weil sich viele einfach schon daran gewöhnt haben. Auf jeden Fall wird es eine ganz enge Sache und ich bin schon sehr neugierig, wie sich das alles weiter entwickelt. Wobei die letzten Demonstrationen und Aktionen haben mich doch etwas positiver gestimmt und ich sehe der Sache aus Studentensicht positiver gegenüber. Gut, dass nächstes Jahr in Bayern Landtagswahlen sind und der Herr Seehofer gerne wiedergewählt werden möchte. Dann ist sogar die CSU irgendwie gegen Studiengebühren, obwohl sie sie doch eingeführt hat.
Meiner Meinung nach wird es Zeit, dass auch in Bayern und Niedersachsen die Studiengebühren verschwinden. Zwar gibt es dazu keine eindeutigen Belege, aber ich vermute doch, dass Studiengebühren gerade junge Menschen aus bildungsferneren Schichten und mit finanziell schwächerem Elternhaus vom Studium abhalten. Und gerade diesen Menschen müssen Aufstiegschancen gegeben und für sie Möglichkeiten geschaffen werden, ihr Potential wirklich voll auszunutzen. Dies brauchen wir hier, vor allem wo doch so viele Firmen von Fachkräftemangel usw. sprechen. Also weg mit den Studiengebühren und stattdessen bitte eine angemessene Finanzierung von Bund und Land – Investitionen in Bildung bringen schließlich immer noch am meisten Zinsen!
Allerdings bin ich mal echt gespannt, was das auf der anderen Seite für Einschnitte bedeutet. Diese werde ich ja aktuell mal von der anderen Seite und damit wohl intensiver mitbekommen. Ich werde davon berichten!

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E 10

gepostet am Mar.09, 2011 um 23:34 Uhr in der Kategorie: In welcher Welt leben wir eigentlich?, Universität

Keine Angst, ich möchte mich jetzt hier nicht an Diskussionen über die Motorenverträglichkeit oder über die Informationspolitik beteiligen. Auch möchte ich nicht über das Wort Biosprit streiten oder mich über die Pro- und Contra-Argumente in Bezug auf den ökologischen Sinn bzw. Unsinn auslassen. Ich möchte nur über ein Problem meines Gewissens schreiben, dem ich beim Tanken einfach nicht entgehen kann: Ich muss zwangsläufig Benzin tanken, dem ein Teil Ethanol zugesetzt ist. Und dieses Ethanol wird aus Pflanzen gewonnen, die auf Feldern angebaut werden, auf denen früher einmal Weizen oder ähnliches angebaut wurden. Mit jedem Tanken fördere ich also weiter die Reduzierung von Anbauflächen für Lebensmittel. Und das obwohl auf der Welt immer noch Menschen an mangelnder Nahrung sterben, obwohl die Nahrungsmittelpreise aktuell so hoch sind, wie seit vielen Jahren nicht mehr, obwohl Hilfsorganisationen auf das Problem von Millionen von Menschen hinweisen, sich wegen der rapide steigenden Preise das tägliche Stück Brot nicht mehr leisten zu können.
Ich möchte eigentlich keinem Menschen auf der Welt sagen müssen, dass es kein Stück Brot bekommen kann, weil ich das dafür notwendige Weizen sprichwörtlich in meinem Auto verheize! Ganz ehrlich, da verbrauche ich doch lieber etwas mehr Erdöl bis es uns gelungen ist, eine wirklich sinnvolle Alternative zu finden.
Und wo ist da übrigens die freie Marktwirtschaft? Wieso gibt es hundert verschieden Sorten von Schokolade, von Discounterware über Fair Trade Schokolade bis hin zur Edelschokolade, aber nur drei oder vier Sorten Sprit, die dann auch noch unterschiedlich besteuert werden um manches zu bevorteilen und anderes zurückzudrängen? Warum gibt es kein gutes altes Benzin mehr an der Tankstelle, aus reinem Erdöl gewonnen? Oder gibt es das schon noch, nur keine Tankstelle mehr, die es verkaufen will? Oder darf man sowas nicht mehr verkaufen?
Kann mir das alles mal bitte jemand erklären?

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Ein Vorteil von Mathe und Physik

gepostet am Dec.12, 2009 um 02:48 Uhr in der Kategorie: Universität

Manchmal stellt man wirklich in den absurdesten Situationen fest, was einem am Leben gefällt. So erging es mir heute jedenfalls während und nach eine Seminarvortrag in Mathematik. Es ging um die Kuspenkatastrophe, also um einen besonderen Fall der Katastrophentheorie. Über dieses Thema haben wir zu Semesterbeginn ein Buch aufgeteilt und jeder Seminarteilnehmer muss ein paar Seiten davon vorstellen. Ok, das Skript war schon mal auf Englisch, aber schon beim ersten deutlicheren Blick auf die Zeilen wurde mir klar, dass dies das kleinste Problem an der Sache war. Um ehrlich zu sein, habe ich beim ersten Lesen des Skriptes und beim Übersetzen dessen quasi nichts verstanden. Wobei, vielleicht noch etwas mehr als in den Seminarvorträgen drei und vier, die quasi mit zu meinem Vortrag sechs hinführen sollten. Aber naja, irgendwie musste ich ja was sinnvolles Vortragen, also hab ich mir noch nen zweites Buch geholt, das ganze Internet nach Infos und Hilfen durchsucht und mir jeden kleinen Rechenschritt der in der Buchvorlage weggelassen wird aufgeschrieben. Und tatsächlich, nach stundenlanger nächtlicher Arbeit konnte ich plötzlich mit allem zumindestens halbwegs etwas anfangen. Und so konnte ich heute auch einen halbwegs vernüftigen Vortrag halten. Irgendwie ein gutes Gefühl sich in ein völlig neues Thema, welches nicht einfach zu sein scheint, trotzdem einarbeiten zu können. Solch eine Möglichkeit ist mir in Deutsch bisher noch nicht ber den Weg gelaufen und ich glaube auch nicht, dass sie das noch irgendwann tun wird. Aber in Mathe und Physik passiert sowas schon von Zeit zu Zeit mal und erinnert mich daran, warum ich auch diese Fächer so gerne mache…
So und zum Abschluss ein Zitat aus dem einem Lied, welches zwar rein gar nichts mit dem heutigen Blog zu tun hat, aber welches gerade in meinem Ohr ist und es auch verdient hat hier zu stehen:

Ich schlage auf und stell mir vor,
was wäre wenn’s noch schlimmer wird,
den immer gleichen Satz im Ohr:
Das Atmen sich wohl trotzdem lohnt,
das Schicksal niemals wen verschont;
die Straße ist nicht immer eben und grad’ deswegen:
Auf das Leben!

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Geschützt: Uni und soziale Intelligenz

gepostet am Jul.21, 2009 um 00:34 Uhr in der Kategorie: Universität

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Gedanken in der Prüfungsphase

gepostet am Jul.15, 2009 um 02:19 Uhr in der Kategorie: Universität

Es ist ja schon irgendwie normal, dass man nach 13 Wochen anstrengenden Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Referaten nicht auch unbedingt Lust auf Klausuren hat. Aber irgendwie kam bisher immer der Punkt, an dem die Klausur so nahe, so drohend war, dass man einfach trotzdem angefangen hat zu lernen. Man hat sich quasi dann reingearbeitet und so irgendwie genug gelernt um alle Klausuren hinter sich zu bringen.
Doch diesmal scheint es anders zu sein. Die erste Klausur steht vor der Tür und ich habe noch nicht mal ansatzweise angefangen zu lernen. Um ehrlich zu sein besitze ich noch nicht mal ein vollständiges Skript (in der Klausur zugelassen). Aber Motivation was zu lernen, oder das Skript abzuschreiben spüre ich so gar keine. Ich fühle mich einfach nur leer, platt, geschafft. Um es ganz platt auszudrücken könnte man sagen:

Die Luft ist raus!

Mmmhhh vielleicht hat das ganze aber auch andere Gründe als das lange Semester, das Praktikum in der letzten vorlesungsfreien Zeit usw.. Vielleicht schreit mein Fähigkeitsselbstkonzept (FSK) einfach mal wieder nach einem Dämpfer. Einfach mal wieder irgendwo durchrasseln um zu sehen, dass man für alles auch ein bisschen Arbeiten muss und man nicht beliebig viel in ein Semester packen kann. Ja, das täte meinem FSK mal gut.
Und vielleicht käme ich dann auch mal wieder etwas weg von meiner Minimalistenschiene, denn irgendwie macht es mir selbst schon etwas Angst, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele zwei Ausarbeitungen nicht abzugeben um Arbeit zu sparen. Bestanden hätte ich dann zwar trotzdem (schon krass, dass sowas an der Uni geht), aber die Noten wären einfach nur bei gerade bestanden, sprich 5 oder 6 Punkte.
Aber naja, vielleicht hilft ja auch schon dieser Blog und die Gedanken über mein FSK ein wenig um alles in realistischere und vernünftigere Bahnen zu lenken…

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