Umwelt

Sonnenuntergang über dem Chiemsee

gepostet am Jul.18, 2015 um 22:54 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Umwelt

Sonnenuntergang über dem Chiemsee
Dieser tolle Anblick des Sonnenuntergangs bot sich heute Abend auf der Fahrt zurück nach München…

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Radfahren in München

gepostet am Nov.20, 2014 um 01:18 Uhr in der Kategorie: Tagebuch, Umwelt

München nennt sich ja immer wieder öffentlich Radlhauptstadt. Ich frage mich eigentlich schon seit ich hier wohne, wie man in der Stadtverwaltung auf die Idee gekommen ist, dass man diesen Namen verdient hat. Ich habe inzwischen lange überlegt und nachgedacht und außer den ersten Vermutungen, dass sie einfach an maßloser Selbstüberschätzung leiden, oder beim Bürofrühstück zu viel Sekt abbekommen haben, ist mir nur eine plausible Erklärung eingefallen: Es gibt einfach keine andere große Stadt, in der man Radl sagt. Münster ist definitiv Fahrradhauptstadt, Radstadt würde sprachlich wohl eher nach Baden-Württemberg passen und Berlin würde höchsten Bike-City nennen. In einem Punkt bin ich aber auf jeden Fall zu 100% sicher: an der Fahrradfreundlichkeit der Stadt kann es nicht liegen. Beispiel gefällig?
Radweg1
Okay, die Markierungen sind neu, aber trotzdem gibt es da noch keine Halteverbotsschilder für Autos. Und selbst wenn es die gibt, wird es nicht besser, denn der Radweg geht dort noch ganze 3 Auto bis zur Abbiegung nach rechts weiter und hört dann einfach auf. Spätestens dann fährt man, wenn man nicht gut aufpasst, direkt auf ein parkendes Auto. Super durchdacht das ganz – und dabei gerade neu.
Aber keine Angst, es geht noch bescheuerter. Wenn man an dieser Stelle in die andere Richtung fährt, dann ist dort eine Tramhaltestelle. Dort sind gerade Gleise neu verlegt worden, ist die Straße neu geteert und alles neu angelegt worden. Ziel war offensichtlich, dass das Ein- und Aussteigen für Leute mit Kinderwägen oder für Menschen, die nicht mehr ganz so mobil sind, einfacher wird, dadurch das der Einstieg etwas ebenerdiger wird. Das ist ja lobenswert und richtig, aber was dabei rausgekommen ist, ist definitiv nicht Radlhauptstadt – das ist eher Radlkleinstadt, in Sibirien, im Winter. Aber seht selbst:
Radweg mitten durch Haltestelle
Der Radweg geht jetzt gefühlt mitten durch die Haltestelle hindurch. Dabei ist er in etwa so breit, wie der Lenker von meinem Fahrrad und noch nicht mal irgendwie deutlich rot markiert, sodass ihn die Fußgänger und Wartenden zumindest vielleicht beachten würden. Wenn man diese Gefahrenstelle dann unbeschadet überstanden hat, fährt man in der einen Richtung, wie gesehen, quasi direkt in parkende Autos. In die andere Richtung endet der Radweg auch völligst unvermittelt und plötzlich an der Einfahrt zum Kreisel am Karolinenplatz. Hier endet der Radweg an der Stelle, wo auch die Autos nach rechts in den Kreisel fahren. Und die Autofahrer schauen da natürlich logischerweise nach links, denn von dort kommen ja Autos. Das da rechts auch irgendwo ein Fahrradweg durch die Tramhaltestelle führt, kann ja keiner ahnen. Und zur Krönung besteht auf dem ganzen Stück natürlich auch noch eine Radwegbenutzungspflicht – vermutlich da auf der Straße fahren (so war es vor dem Umbau) jetzt zu gefährlich ist, da zwischen der neuen, erhöhten Haltestelle und den Gleisen der Tram nur noch wenig Platz ist, um mit dem Fahrrad durchzukommen. Und schräg über Tram-Gleise fahren ist nicht gerade sicher. Was mach ich also: Ich fahre einfach mitten zwischen den Gleisen. Scheint mir immer noch das sicherste zu sein.
Als Fazit bleibt: Trotz Radlhauptstadt – München ist nicht fahrradfreundlich und die Stadtplaner fahren offensichtlich auch lieber mit dem Dienstwagen als mit dem Radl.

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Kreative Ideen für die Menschlichkeit

gepostet am Oct.23, 2014 um 13:55 Uhr in der Kategorie: In welcher Welt leben wir eigentlich?, Tagebuch, Umwelt

Man sagt ja immer, dass die Kanadier ein besonders freundliches Völkchen sind. Meine Erfahrungen auf meiner dreiwöchigen Reise durch das Land decken sich auch mit dieser Aussage, aber ich glaube die folgenden Bilder erklären ziemlich gut, warum sich dieser Ruf weltweit so stark verbreitet:
Homeless-bench2

Homeless-bench1

Diese Bänke stehen in Vancouver und daher kommen auch die Ideen. RainCity Housing ist dabei nicht nur für diese Bänke verantwortlich, sondern betreibt auch feste Häuser für Obdachlose und bietet diesen Menschen eine ganze Reihe weiterer Hilfen an.
Besonders hervorzuheben ist dabei die “Mehrschichtigkeit” einer solchen Bank. Zunächst bleibt es mal ganz normal weiter eine Sitzbank, die von jedem genutzt werden kann. Im zweiten Schritt bietet sie Obdachlosen in der Nacht zumindest etwas Schutz vor Wind und Wetter. Und als dritten Schritt weist sie direkt auf weitere Hilfen und Angebote für die Obdachlosen hin, die ja meist nicht ganz einfach zu erreichen sind.
Vielleicht sollten sich andere Städte, gerne auch München, daran mal ein Beispiel nehmen…
Image credits: Springadvertising

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Grün ist (nicht), wenn der Verkehr unter der Erde fließt

gepostet am Jan.28, 2014 um 00:37 Uhr in der Kategorie: In welcher Welt leben wir eigentlich?, Umwelt

Der Oberbürgermeisterkandidat der CSU in München wirbt mit dem Slogan “Grün ist, wenn der Verkehr unter der Erde fließt.” Nein, das ist leider kein Witz!

Als ich zum ersten Mal an dem Plakat vorbeigeradelt bin, dachte ich noch, ich hätte mich verlesen. Als ich aber am nächsten morgen wieder auf dem Weg zur Arbeit an dem Schild vorbei kam und dort definitiv in großen Lettern geschrieben stand “Grün ist, wenn der Verkehr unter der Erde fließt”, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Irgendwie fand ich es spontan sehr lustig, dass ausgerechnet die CSU versucht den Wahlkampf auf Umweltpolitik zu lenken und dabei so offen ihre eigene Inkompetenz zur Schau stellt. Auf der anderen Seite war mir auch zum Heulen zu Mute, weil ich mir vorstellte, dass tatsächlich jemand Oberbürgermeister dieser Stadt werden könnte, der das für grün hält.

Aber vielleicht liege ich mit meinen Vorstellungen von “grüner Politik” ja auch falsch, Ich dachte dabei bisher aber eher an Radstreifen, öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien, Recycling und Umweltschutz. Den Autoverkehr einfach nur in Tunnels unter die Erde zu verlegen, fiel eigentlich nicht wirklich in meine Kernvorstellung von grüner Nachhaltigkeit. Doch je mehr Tage vergehen, ohne dass sich irgendeine Zeitung oder eine andere Partei mit diesem Slogan beschäftigt, desto mehr muss ich fürchten, dass vielleicht viele andere auch Tunnel als gute, grüne Politik ansehen.

Einfach das Problem aus dem Sichtfeld schaffen und schon ist es gelöst – so einfach scheint Politik vielleicht tatsächlich oft. Aber ist das auch nachhaltig und grün? Da würde ich gerne mal in Stuttgart nachfragen. Dort würde ja dann gerade eines der größten grünen Verkehrsprojekte überhaupt in Angriff genommen. Aber ich bin mir nicht wirklich sicher, ob die Bürger dort das als “grün” bezeichnen würden, oder ob sie in einer solchen Bezeichnung eher einen schlechten Witz sehen würden.

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Was ist mehr?

gepostet am Oct.22, 2010 um 02:27 Uhr in der Kategorie: In welcher Welt leben wir eigentlich?, Umwelt

Sicher kennen von euch alle den Spruch “Weniger ist mehr”. Da mag ja auch manchmal was dran sein, aber ich muss ganz ehrlich auch mal sagen, dass manchmal mehr einfach mehr ist. Ich habe da gerade was ganz konkretes im Kopf, dass ich aber jetzt nicht nennen werde, weil es keine wirkliche Rolle spielt und ich mir sicher bin, dass jeder von euch in seinem Kopf ein eigenes Beispiel findet.
Was ich eigentlich sagen will: man muss nicht immer alles glauben, was gesagt wird und manchmal ist mehr eben doch einfach mehr!

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