Barcelona

Barcelona

So, da ich ja gerade frei habe und vergangenes Wochenende ein Junggesellenabschied mit Trip nach Barcelona anstand, konnte ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und habe meinen Aufenthalt in der Stadt noch etwas verlängert, um auch die kulturelle Seite kennenzulernen. Und ich muss sagen, Barcelona hat schon viele positive Dinge und ist einen Besuch wert. Leider sehen dass offensichtlich aber auch ganz viele andere Mensche so, sodass Barcelona quasi übervoll mit Touristen ist und man nahezu keine Einheimischen mehr wahrnimmt und an vielen Orten eben alles auf Touristen ausgelegt ist. Aber grundsätzlich bietet Barcelona eine tolle Mischung aus Stadt und Strand.

Man kann sich problemlos den halben Tag Sehenswürdigkeiten wie die Gebäude von Gaudi anschauen und die andere Hälfte entspannt am Strand liegen. Der Strand ist übrigens ganz schön, wenn auch nicht ganz so super wie in San Sebastian. Lediglich die Qasserqualität ist manchmal etwas naja. Und die Verkäufer können manchmal etwas anstregend sein – ständig streifen Leute umher, die Getränke, Decken, Sonnenbrillen oder Massagen verkaufen wollen. Muss man einfach ausblenden. Mein persönliches Highlight ist allerdings der Blick über die Stadt, den man nachts am Bunke del Carmel hat. auch hier ist man natürlich bei weitem nicht alleine, aber es ist Platz genug für alle und der Blick ist fantastisch. Dafür muss man sich den beim Aufstieg auch mit etwas Schweiß erkaufen – oder man fährt mit dem Bus, was ich aber natürlich nicht gemacht habe 😉
Dafür kommt man ansonsten sehr gut mit der Metro durch die Stadt und die 10er Tickets sind mit 10,20 Euro auch echt günstig. Ansonsten sind elektrische Scooter in Barcelona voll im Trend. Also Tretroller, bei denen man gar nicht mehr treten muss, sondern die von einem Elektromotor angetrieben werden und die auch einen normalen Bremshebel am Lenker haben. Das sollte in Deutschland auch mal erlaubt werden – ein kleiner Schritt für eine umweltfreundlichere Fortbewegung in der Stadt. Ach ja und Leihräder und Fahrradwege gibt es auch relativ reichlich, ebenso wie Taxis. In Barcelona bräuchte ich auch definitiv kein Auto. Dennoch wirkte irgendwie der Verkehr sehr laut in der ganzen Stadt. Es gibt gefühlt nur wenige Orte, an denen es ruhig ist.
Highlights sind natürlich die berühmten Gebäude von Gaudi und ganz besonders die Sagrada Familia. Für diese habe ich mir natürlich auch eine Eintrittskarte geholt und die hat sich trotz dem Preis von 15 Euro durchaus gelohnt, auch wenn man auch von außen schon viel sieht. Aber ich bin ja ein Fan von bunten Fenstern und diese tauchen die Sagrada Familia innen in ein so wunderbares Licht, dass muss man einfach gesehen haben. Ansonsten ist das ganze Gebäude einfach nur verrückt und ausgefallen. Und man kann rundherum auch super Leute beobachten, die sich in die verrücktesten Posen verbiegen, um Fotos zu machen. Die anderen Gebäude habe ich mir nur von außen angeschaut, aber auch so bekommt man einen guten Eindruck davon. Imposant ist auch die Kathedrale und die gesamte Altstadt mit den engen Gassen und vielen kleinen Läden. Sehr schön. Und quasi überall gibt es Kaffee und Croissant zusammen für nur 2 Euro oder weniger, sodass man zwischendurch gerne immer mal eine Pause macht. Wobei ich mich teilweise schon frage, wie z.B. so viele 24-Stunden Supermärkte überleben können…
Oh, weitere Highlights sind natürlich der Placa de Espanya, von wo aus sich auch ein toller Blick über Barca bietet, und das leckere Essen. Besonders empfehlenswert ist dabei die Carrer de Blai, in der sich eine Reihe von entspannten Lokalen befindet, in denen es viele Pintox zur Auswahl gibt. Diese kleinen Häppchen stehen immer am Tresen entland und kosten 1-2 Euro. So kann man ganz abwechslungsreich Abendessen oder auch einfach nur beim Trinken etwas naschen. Den Betrag, den man am Ende zahlt, wir dabei einfach durch Zählen der leeren Stäbchen auf dem Teller ermittelt – sehr coole Methode. Besonderer Vorteil wenn man alleine reist ist hier, dass es eben immer eine Theke mit Barhockern gibt und die Spanier diese auch sehr gerne nutzen. So findet man auch alleine immer einen guten Platz – nämlich direkt an der Theke und wird keinesfalls komisch angeschaut.
Kurz: Es war ziemlich cool, meine Füße brauchen jetzt etwas Erholung, ich habe ein wenig Farbe bekommen und wenn ich mich entscheiden müsste, ob nochmal Barcelona oder nochmal San Sebastian, dann würde ich wohl doch San Sebastian wählen 😉
P.S.: Bilder folgen, ich muss er noch sortieren.

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