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Autor: schaefchenfisch

Die ersten vier Wochen Unterricht

Die ersten vier Wochen Unterricht

Jetzt liegen die ersten Ferien auch schon wieder vier Wochen zurück. Das heißt, dass ich jetzt schon seit vier Wochen meine eigenen beiden Klassen unterrichte. Läuft bisher gefühlt ganz gut, auch wenn die erste Kurzarbeit in Physik etwas ernüchternd war und die erste Schulaufgabe jetzt in Mathematik noch unkorrigiert auf meinem Schreibtisch liegt. Das digitale Arbeiten funktioniert dabei zumindest im Oberstufenkurs sehr gut – in der achten Klasse habe ich Mebis noch nicht eingeführt, werde aber demnächst zumindest mal einen Ausflug in den Computerraum machen. Aber viel wichtiger ist aktuell eigentlich, dass die erste Lehrprobe vor der Tür steht. Am 11.12. ist es schon soweit und ich muss eine dieser Showstunden zum Thema Extrema halten. Entsprechend sollte ich mich eigentlich gerade intensiv damit befassen, denn ich habe noch nicht wirklich eine Idee, wie ich das so gestalte. Aber irgendwie bin ich gerade gefühlt im Kopf eher mit anderen Dingen beschäftigt. Wieso dem so ist, kann ich gar nicht genau sagen, aber manchmal scheinen einfach andere Dinge wichtiger.
Ansonsten bot die Woche aber noch unbestreitbar ein Highlight: Ich habe sicher seit fünf Jahren meine alten gelben Puma-Schuhe auf meinem Amazon Wunschzettel stehen. Es gab sie schon zu Beginn nirgendwo mehr im Handel und eigentlich habe ich nur darauf gewartet, dass die auch mal aus dem System von Amazon verschwinden. Und zufällig klickte ich die Tage mal wieder auf diese Liste, um zu sehen, was da noch so draufsteht. Nach einigen Sekunden bemerkte ich verwirrt, dass da neben den gelben Schuhe nicht wie sonst “nicht verfügbar” stand, sondern es tatsächlich ein Angebot gab – in fünf verschiedenen größen genau je ein einziges mal. Und zum Glück war auch meine Größe dabei. Also nichts wie rein in den Warenkorb und bestellt. Irgendwie erwartete ich ja schon, dass das ein Systemfehler war oder so, aber nein, die Schuhe sind tatsächlich bei mir angekommen und es sind auch genau die Schuhe, die ich erwartet habe. Vollig neu und eigentlich machen sie auch nicht wirklich den Eindruck, als hätte sie fünf Jahre oder länger in irgendeinem Keller gestanden. Aber eigentlich müssen Sie das ja haben, denn es gibt davon keine Neuauflage oder so (und eine Fälschung scheinen sie auch nicht zu sein). Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder ein Paar gelbe Schuhe in meinem Regal (und damit vermutlich endgültig mehr Schuhe als meine bessere Häfte). Ich überlege schon, wann ich sie zum ersten Mal anziehen soll – vielleicht an Weihnachten 😉
Puma-Esito-Sala-gelb

Nochmal Ferien bevor es ernst wird

Nochmal Ferien bevor es ernst wird

Ja, inzwischen bin ich natürlich schon irgendwie angekommen im Referendariat. Ich habe meine sechs verpflichtenden Lehrversuche in allen Jahrgangsstufen gehalten, je drei in Mathe und drei in Physik und jeweils eine in Unter-, Mittel- und Oberstufe. Es war irgendwie abwechslungsreich und spannend. Natürlich auch manchmal besser und manchmal weniger gut, aber insgesamt denke ich doch, dass das alles gepasst hat. Es waren keine Hichglanzstunden, aber sowas ist auch schwer abzuliefern, wenn man die Klasse nicht wirklich kennt, noch nicht wirklich mit ihnen gearbeitet hat und auch die Schüler einen selbst nicht kennen. Ansonsten gab es natürlich viele Hörstunden, manche mehr, manche weniger spannend und dazu viele allgemeine und Fachsitzungen. Alles in allem nur bedingt spannend und auch die Arbeitsbelastung hielt sich bisher relativ in Grenzen, wenn man mal vom Protokollschreiben absieht. Aber das wird sich nach den Ferien um Allerheiligen, die nächste Woche vor der Tür stehen vermutlich ändern. Dann habe ich nämlich eine Klasse in Mathe und eine in Physik, die ich fortlaufend unterrichten werde. In Mathe wird das eine 11. Klasse sein und in Physik eine 8. Interessante Mischung. Ich bin vor allem auf die 11 in Mathe gespannt, weil ich die bisher noch nicht kenne.
Aber erstmal genug von Schule, es stehen ja schließlich meine ersten Ferien vor der Tür un die müssen natürlich gefeiert werden! Und passender Weise steht direkt zum Auftakt ein Treffen mit ehemaligen Kommilitonen aus dem Studium in Gießen an. Treffpunkt ist natürlich auch Gießen, auch wenn wir quasi inzwischen relativ weit verteilt sind in Deutschland. Ich freu mich schon riesig drauf und ich bin mir sicher, dass die Stunden viel zu wenig sein werden für das, was es alles zu quatschen gibt. Bei der Hotelbuchung musste ich jedoch feststellen, dass Gießen zwar Studentenhochburg aber sicher keine Touristenstadt ist 🙂 Aber vermutlich wird eh nicht viel Zeit zum Schlafen sein.

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Erste echte Eindrücke

Erste echte Eindrücke

So, jetzt sind fast drei Wochen rum und so langsam fühlt man sich angekommen im Referendariat. Das Gute gleich vorweg: Ich empfinde es nicht als doof oder nervig vor Schülern zu stehen und mit diesen zu interagieren, sondern es macht genau so Spaß wie mit Studierenden zu arbeiten. Aber natürlich merkt man besonders in den ersten eigenen Stunden, dass man sich an eine neue Zeiteinteilung gewöhnen muss – Sechstklässler schreiben einfach viel langsamer ab und zeichnen noch sehr viel langsamer als man das so unbedarft einschätzt. Von daher plane ich gerade einfach immer viel zu viel für 45 Minuten, aber das findet sich schon. In Physik ist das auch unproblematisch, da ich da so tief drin bin, dass ich auch spontan gute Ausstiege generieren und nutzen kann. In Mathe fällt mir das schwerer, aber das habe ich ja auch 8 Jahre lang kaum noch gemacht. Wobei fachlich ist Mathe bisher auch in der Q12 ziemlich entspannt. Die Klasse, die ich mir da anschaue ist in guten Teilen sicher vieles, aber keine bayerische Elite. Dafür muss man in der Unterstufe mehr schauen, wie man Themen didaktisch aufbereitet bekommt. Ansonsten machen die Hörstunden natürlich nur bedingt Spaß, die Fachsitzungen sind so naja und die allgemeinen Sitzungen sehr gemischt. Highlights waren ansonsten bisher ein Tag Stimmbildung – echt gut und sinnvoll – und der Wandertag. Interessant das mitzumachen und eine Klasse auch mal außerhalb der Schule zu erleben. Außerdem ist S-Bahn fahren mit Siebtklässlern schon ein kleines Abenteuer und man bekommt einen Herzinfarkt, wenn man sich verzählt 😉

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Die ersten Tage im Ref

Die ersten Tage im Ref

Ja, seit Mittwoch ist es tatsächlich soweit. Ich bin offiziell im Referendariat. Mancher hätte es schon gar nicht mehr für möglich gehalten und auch ich war lange Zeit nicht wirklich sicher, ob ich dass den tun soll oder nicht. Doch letztenendes habe ich mich dafür entschieden es jetzt zu machen – insbesondere auch, weil es für mich möglicherweise weitere Türen öffnet, die aktuell noch geschlossen sind. Irgendwie bin ich somit jetzt ganz langweilig ein Beamter. Zwar noch auf Widerruf, aber dennoch Beamter. Quasi total langweilig 😉

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