Geschützt: Eine nachdenkliche Liste

gepostet am Jun.21, 2017 um 00:30 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

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Eine Bahnfahrt durch die Nacht

gepostet am May.29, 2017 um 00:44 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

So, seit längerem waren wir dieses Wochenende mal wieder relativ spontan zu Hause – zwar nicht als langes Wochenende, aber immerhin von Freitagabend bis Sonntagabend. Es war ein super angenehmes Wochenende, das maßgeblich von in der Sonne liegen und die Füße ins Plantschbecken stecken geprägt war. Aber da ich montags um 9:00 Uhr Veranstaltung habe, muss ich immer Sonntagabend zurück gen München. Der letzte Zug war der günstigste und da es mir eigentlich egal ist, ob ich nun um 23 Uhr oder 24 Uhr zu Hause bin, nehme ich den nicht ungerne. Dummerweise ist gerade zwischen Würzburg und Nürnberg eine größere Bahn-Baustelle, sodass viele Züge umgeleitet werden und länger brauchen. So auch der heutige Zug, der dann erst um 1:24 Uhr in München einlaufen sollte. Aber jetzt ist schon 1:28 Uhr und wir stehen gerade noch in Nürnberg. Grund hierfür ist, dass wir eigentlich von Würzburg aus über Bamberg nach Nürnberg fahren wollte. Also ging es von Würzburg erstmal zurück nach Schweinfurt und dort strandeten wir dann. Steckensperrung aufgrund von Personenunfall. Also nach einiger Zeit Stillstand wieder zurück nach Würzburg. Dort nochmal kurz Pause und dann weiter über Ansbach nach Nürnberg. Sowas dauert natürlich. Aber ich will mich auch gar nicht beschweren, sondern ich bin relativ entspannt, auch wenn die Nacht verdammt kurz und der morgige Tag anstrenged wird. Maßgeblich für die dennoch relativ entspannte Reise ist bzw. war der gut gelaunte, entspannte und sehr gut informierende Zugführer, der wohl leider gerade in Nürnberg ausgestiegen ist. Er hat immer alle super gut und freundlich informiert, für die Raucher die Türöffnung ermöglicht und das ganze mit etwas Humor entspannt rübergebracht. Kann ja niemend wirklich was dafür. Genau so sollte Krisenmanagment bei der Bahn laufen. Ansonsten ärgere ich mich nur etwas über mich selbst. Ich hab den Zug mal wieder nur bis zum Hauptbahnhof gebucht, weil durch das City-Ticket komme ich dann ja nach Hause. Hätte ich ihn aber bis zum Harras gebucht, was möglich ist, weil das eine S-Bahn Station ist, dann hätte ich das Taxi gezahlt bekommen, was ich nachher sicher brauche um nach Hause zu kommen. So wird dafür meine Verspätungserstattung draufgehen. Aber was solls, ich habe eine Bahnfahrt durch die Nacht 😉

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Lass los und komm in meine Arme

gepostet am May.13, 2017 um 18:45 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Die Toten Hosen haben letzte Woche wieder ein neues Album rausgebracht. Und ich sitze gerade nach einem anstrengenden Wochenende im Zug von Hamburg nach München, sodass ich mehr als genug Zeit habe. es zu genießen. Ich finde es echt gut und hörbar, sehr abwechslungsreich und auch textlich nicht schlecht. Ganz besonders mag ich “Die Schöne und das Biest”. Aber gedanklich beschäftigt mich am meisten eigentlich das Lied “Lass los”. Ich kann eigentlich gar nicht sagen wieso genau, aber es führt mir irgendwie eine gefühlte Besonderheit in meinem Leben vor Augen. Welche Besonderheit? Naja, irgendwie gibt es in meinem Leben bisher keine Beziehung, die in einem Scherbenhaufen geendet hat, der Bestand hat. Also es gab natürlich Beziehungen, die sich irgendwann mal in ein ziemlichen Scherbenhaufen verwandelt haben. Und das auch nicht nur im bildlichen Sinne, sondern ganz real. Aber mit einigem Abstand wurden alle Scherben zusammengefegt, aufgekehrt und entsorgt. Ich habe keine Ahnung, wieso das so ist, wieso sich das immer so entwickelt hat, aber irgendwie ist das etwas, das mich ziemlich zufrieden macht. Es gibt quasi keinen Menschen auf der Welt mit dem ich mal wirklich eng befreundet war und bei dem ich mir heute nicht mehr vorstellen könnte ihn zu umarmen und mit ihm einen Kaffee zu trinken. Ich kann auch nicht genau sagen, warum dass für mich so wichtig und positiv ist. Aber vielleicht ist es das, weil man es, wie die Hosen singen, “als ein Beweis, dass wir vergeben können” sehen kann. Ich finde das einen sehr positiven und guten Gedanken. Und mit diesen Gedanken erreiche ich jetzt Hannover und werde mich erstmal ganz entspannt zurücklehnen und einfach ein bisschen mehr Musik lauschen – Zugfahren nach Arbeitstreffen kann eine gute Entspannung sein 😉

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Kurz raus aus der Kaffeemühle

gepostet am Apr.07, 2017 um 20:00 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Und das Ergebnis meiner Lebensanalyse:
Wir sind alle kleine Bohnen in ´ner mega Kaffeemühle!

(Schwarzes Gold – Blumentopf)

Die Überschrift für die heutigen Zeilen ist vermutlich auf den ersten Blick ziemlich komisch – aber vielleicht erklärt ja das Zitat schon ein wenig auf, was gemeint ist.
Immer, wenn man irgendwie wichtige Entscheidungen treffen muss, so denkt ja auch zwangsläufig ein wenig über das Leben an sich nach. Und irgendwie hat dazu das Zitat von Blumentopf unglaublich gut gepasst, denn manchmal hat man einfach das Gefühl und den Eindruck, dass man sich immer im Kreis dreht, dass man nur von außen gesteuert wird und selbst quasi gar keinen Einfluss auf die Dinge hat. Da das aber keine positive Einstellung und Ansicht ist und somit auf Dauer nicht zu mir passt, bleibt einfach nur zu sagen, dass man mal Mittel, Wege und Zeit finden muss, um aus der kaffeemühle rauszukommen. Und ich denke genau diesen Weg werde ich gehen und genau diesen Ausweg zumindest für eine kurze Zeit wählen. Es nutzt ja sowieso alles nichts und irgendwie muss man einfach manchmal was Dummes machen und nicht immer auf das Geld schauen und sehen wie alles im Lebenslauf klingt. Dementsprechend habe ich meine Entscheidung getroffen den klaren, sicheren, vorgezeichneten Weg nochmal um einige Monate nach hinten zu verschieben und stattdessen etwas länger an der Uni zu bleiben, bis ich dort keinen Job mehr habe. Und anschließend riskiere ich einfach mal eine Lücke im Lebenslauf – als Lehrer interessiert das später vermutlich sowieso niemanden mehr…
Und auf diese Zeilen mache ich mir jetzt doch erstmal einen Kaffee und genieße noch ein bisschen die neue Musik von den Toten Hosen.

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Schwierige, wichtige, nervige Entscheidungen

gepostet am Apr.02, 2017 um 14:34 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

So, jetzt sitze ich hier auf “meinem” Balkon in der sommerlichen Aprilsonne, genieße meinen Sonntag, schlürfe Kaffee und schubse ganz viele Gedanken in meinem Kopf hin und her. Und diese Gedanken sind leider alles andere als frühsommerlich leicht. Und dummerweise spielen bei den Gedanken auch ganz viele verschiedene Aspekte und Sichtweisen eine Rolle, was mich noch viel weniger klar sehen lässt. Aber naja, prinzipiell ist es nun mal so, dass man irgendwann Entscheidungen treffen muss, wie es privat und beruflich weiter gehen soll und wo man in beiden Bereichen eigentlich hin möchte. Und gerade ist mal wieder so ein Punkt, an dem eine solche Entscheidung ansteht. Soll ich zum 13.9. hier in Bayern ins Referendariat gehen oder bleibe ich doch noch zwei Monate länger an der Universität und nutze meine 6 Jahre voll aus? Anschließend hätte ich bei diesem Weg allerdings ein viermonatiges Loch, bis ich im Februar dann ins Referendariat starten könnte. Klingt jetzt vielleicht nicht besonders spektakulär oder wichtig, aber irgendwie ist es das für mich schon.
Auf der einen Seite hätte ich schon Lust, meine 6 Jahre an der Universität vollauszuschöpfen und das referendariat um 6 Monate zu schieben, vor allem weil ich dann tatsächlich in diesem Loch zwischen Uni und Ref Zeit hätte zu reisen. Und Geld dafür habe ich eigentlich auch etwas gespart. Auf der anderen Seite habe ich aber auch etwas das Gefühl oder die Befürchtung, dass ich damit nur etwas Zeitdruck aus der Doktorarbeitssache rausnehmen will oder gar das Referedariat und das Schulleben noch etwas von mir fernhalten möchte. Eigentlich sollte ich aber gerade das nicht wollen. Die Diss soll irgendwie langsam fertig werden und abgeschlossen sein – das Projekt zieht sich inzwischen lange genug und muss fertig werden, egal wie und egal was dabei rauskommt. Und das Referendariat sollte ich und will ich eigentlich auch auf jeden Fall machen, unabhängig davon, was später kommt. Schließlich ist erst dann die Ausbildung wirklich abgeschlossen und ich bin im eigentlichen Sinne Lehrer. Allerdings habe ich auch etwas daas Gefühl, das einige meiner Talente in der Schule nicht unbedingt zum Tragen kommen werden. Aber das werde ich dann sehen und das hilft mir sowieso jetzt kaum weiter. Viel mehr steht dann auch noch die Frage im Raum, wie komisch so ein Loch im Lebenslauf eigentlich aussieht. Ist das heutzutage normal und unproblematisch, oder wird einem das doch noch irgendwie negativ ausgelegt? Wobei wen interessiert das schon im Schuldienst?
Und dann haben ja berufliche Entscheidungen zwangsläufig auch Auswirkungen auf private Dinge. Und wenn man einen fixen, klaren Weg auf beruflicher Ebene verschiebt, so verschiebt das auch gefühlt klare, planbare Dinge in privater Hinsicht. Ganz davon zu schweigen, dass es sicher auch nicht wirklich einfach ist, wenn jemand alleine für 3 Monate oder so auf Reisen ist. Auf der anderen Seite ist ja fast kein Ort mehr auf der Welt “aus der Welt”.
Schwierig, wichtig, nervig und auch noch komplex… Ich fürchte ich muss noch ein paar Stunden diese Gedanken hin und her schieben, auch wenn ich dafür leider nicht mehr so wirklich lange Zeit habe.

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