Komisches Wiesn-Gefühl

gepostet am Sep.26, 2017 um 14:37 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Ja, wer es zwischen all den Wahl-, Politik-, AFD- und Flüchtlingsberichten in den Medien noch nicht mitbekommen hat – es ist wieder Wiesn-Zeit. Es ist ja irgendwie bekannt, das ich kein riesiger Wiesn-Fan bin und wenn dann eher mal gemütlich über den Rummel laufe, als jeden Tag im Festzelt zu verbringen. Aber so ist es nun mal und da ich nicht zu nahe an der Theresienwiese wohne, stört mich das alles zu Hause auch nicht. Die kleinen Umwege auf dem Arbeitsweg, das besondere Aufpassen auf den Fahrradwegen vor angetrunkenen Leuten und Touristen und der relativ nervige Geruch in den öffentlichen Verkehrsmitteln nehme ich inzwischen einfach so hin. Alles wie immer könnte man meinen. Und doch habe ich dieses Jahr ein sehr komisches Wiesn-Gefühl. Aber das bezieht sich keinesfalls auf die Sicherheitslage, sondern hat einen ganz persönlichen Grund. Wenn ich dieses Jahr auf die Wiesn gehen würde, dann würde jemand dabei fehlen. Derjenige war mit dafür verantwortlich, dass wir irgendwann vor einigen Jahren mal angefangen haben aus dem Vogelsberg für drei Tage gen Süden zu fahren und die Wiesn zu besuchen. Derjenige stellte auch später, als ich bereits in München war, hier die zweite Homebase und war – trotz ständigem Workaholictum – quasi für das Vorabend-Wiesn-Programm zuständig. Das war meistens mindestens genau so hart und lustig, wie der Tag auf der Wiesn, der meist mit leichten Kopfschmerzen starten musste. Am morgendlichen Treffpunkt war er quasi immer zu spät, kam dafür aber mit Kaffee und Kippe und sorgte im Festzelt immer direkt für gute Kontakte zu der Bedienung. Auch die Leute um uns herum kamen früher oder später meist aus der näheren Umgebung der nun fehlenden Person…
Und irgendwie kam das jetzt alles relativ überraschend und erwischte einen sportlichen, fitten und belastungsfähigen Menschen, der jetzt einfach so nicht mehr da ist…

Du musst schnell leben; der Tod kommt früh.

(James Dean)

Entsprechend komisch ist mein Wiesn-Gefühl dieses Jahr…

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Kettcar die Zweite

gepostet am Sep.26, 2017 um 13:25 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Aus aktuellem Anlass, den ich wohl nicht näher zu beschreiben brauche:

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Urlaub in der Slowakei

gepostet am Sep.08, 2017 um 10:38 Uhr in der Kategorie: Tagebuch

Tja, nicht das ich im Moment wirklich Zeit hätte für Urlaub. Ich sollte eigentlich was anderes tun. Aber trotzdem habe ich mir einige Tage Zeit genommen, um doch nochmal raus zu kommen und ein paar neue Eindrücke zu sammeln. Diesmal ging es wieder gen Osten, auch wenn das Land viel lieber als Zentraleuropa bezeichnet werden möchte – in die Slowakei. Bitte nicht verwechseln mit Slowenien. Die relativ kleine Slowakei mit 5,4 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Bratislava grenzt im Westen an Österreich, im Süden an Ungarn, im Norden an Tschechien und Polen und im Osten an die Ukraine. Reisevorteile: Keine Grenzkontrollen und Euro als Zahlungsmittel. Und mit Englisch und Deutsch kommt man hier auch sehr gut weiter.
Zuerst ging es nach Bratislava, um in der Hauptstadt ein wenig die Kultur des Landes aufzunehmen und ein wenig mehr über Geschichte und Mentalität der Slowaken zu lernen. Dafür war Bratislava eine gute Wahl. Selbst steht Bratislava als Stadt, nicht nur wegen der Donau, irgendwie in der Tradition von Wien und Budapest, die ja beide auch um die Ecke sind. Dominiert wird die Stadt dabei von der Burg, die über der Altstadt trohnt und der Donau mit ihren Brücken, insbesondere der Most SNP (SNP steht für den Slowakischen Nationalaufstand) mit dem UFO auf dem Brückenpfeiler. Aber auch die Straßen der Altstadt sind voller Leben und Bewegung – total angenehm.
Weiter ging es über das Märchenschloss Bojnice in Richtung der Natur nach Zilina. Gelegen nahe bei der kleinen Fatra war dies ein idealer Ausgangspunkt für eine tolle Bergwanderung mit Klettereinlagen bei Sonnenschein mit über 1100 Höhenmetern. Am nächsten Tag gings in die Freiheitshöhle und dann noch weiter in den Osten nach Spisska Nova Ves. Direkt gelegen beim Slowakischen Paradies, das in der Tat ein kleines Paradies ist. Hier standen wunderbare Wanderungen entlang an Flüssen bzw. durch Schluchten an. Die waren teilweise schon ziemlich abendteuerlich und verrückt. Die blanken Metallleitern direkt neben den Wasserfällen oder über die wilden Bachläufe hinweg, würden vom TÜV in Deutschland sicher nicht abgenommen.
Bei den diversen Aktivitäten lernte ich nebenbei auch noch ganz viel über die Slowakische Kultur und den Slowakischen Alltag. Hier eine kleine Auswahl kurioser Alltagselemente:

  • Die Slowaken mögen bunte Häuser (rot, blau, grün, orange, rosa – alles gesehn) – und viele sehen frisch gestrichen aus.
  • Der Blumenschmuck auf allen Gräbern ist exorbitant – Slowaken sind wirklich katholisch, was das angeht.
  • Entsprechend ist der sonntägliche Kirchgang im Sonntagsanzug obligatorisch.
  • Feiertage sind offensichtlich nicht unbedingt arbeitsfrei.
  • Lebensmittelläden haben aber auch sonntags offen – also nicht wie in Deutschland.
  • Slowaken haben eine sehr humane fahrweise – total entspannt.
  • Allerdings muss man immer mit Licht fahren.
  • Bier ist verdammt günstig, manchmal sogar günstiger als Wasser (im Restaurant 0,5 l etwa 1,50 – 2 Euro)
  • Radler ist häufig alkoholfrei, da es in der Slowakei eine 0-Promillegrenze gibt
  • Es gibt verrückte Mischgetränke (Erdbeer-Rhabarber-Radler, Zitrone-Minz-Holunder-Radler)
  • Bier gibts auch in 2,0 l PET-Flaschen
  • Es gibt Limo mit Birnengeschmack (interessant, aber ungewöhnlich)
  • Selbstgemachte Limo sehr häufig
  • Kofola ist die lokale Alternative zu Coke, für meinen Geschmack jedoch gewöhnungsbedürftig.

Ach ja, und hier natürlich noch einige Bilder:

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Kettcar is back

gepostet am Aug.15, 2017 um 10:22 Uhr in der Kategorie: Gefühle, Tagebuch

Manchmal ist es zu erleben, dass liebgewonnene Bands nicht immer nur einfach verschwinden müssen, sondern das manche einfach immer mal wieder eine Pause machen, um dann wieder gemeinsam zu arbeiten. Und so ist es mit Kettcar, die gerade ihre erste Single aus dem neuen Album veröffentlich haben. Die Single greift wie so viele Kettcat-Lieder wichtige Dinge aus dem Leben und dem menschlichen Miteinander auf und verbindet Geschichte mit Aktuellem.
Meine Empfehlung: Unbedingt anhören, auch wenn die Textlastigkeit vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig ist…

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But in the end it doesn’t even matter…

gepostet am Jul.21, 2017 um 01:14 Uhr in der Kategorie: Gefühle

I tried so hard and got so far
but in the end it doesn’t even matter!

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